Tippen Sie an, was Sie auf Ihrem Rasen sehen – auch mehrere Dinge. Die Karten erklären Ursache und ersten Schritt.
Moos
Woher: Schatten, Verdichtung, Nässe, zu tiefer Schnitt oder saurer Boden. Moos ist ein Symptom, kein Gegner.
Was tun: Vertikutieren im April oder September, Schnitthöhe auf 4 cm, kalken nur nach pH-Messung (unter 5,5), Nachsaat mit Schattenmischung.
Gelbe Flecken
Woher: Hundeurin (runde Flecken mit dunkelgrünem Rand), Dünger-Überdosis (Streifen) oder Trockenheit (große, unregelmäßige Flächen).
Was tun: Flecken wässern, bei Hundeurin die Stelle sofort nachspülen; verbrannte Stellen im Herbst ausharken und nachsäen.
Kahle Stellen
Woher: Verdichtung an Wegen, Spielgeräte, Schatten, Engerlinge (Rasen lässt sich wie ein Teppich abheben).
Was tun: Lockern, Sand und Kompost einarbeiten, nachsäen und vier Wochen abdecken. Bei Engerlingen Nematoden im August.
Pilze und Ringe
Woher: Hexenringe durch Pilzmyzel im Boden; Rotspitzigkeit bei Stickstoffmangel; Schneeschimmel nach nassem Winter.
Was tun: Hutpilze abmähen, Ringe wässern und düngen; bei Rotspitzigkeit Stickstoff; Schneeschimmel im März auskämmen, keine Chemie.
Klee, Löwenzahn, Gundermann
Woher: Lücken im Rasen und Nährstoffmangel: Klee holt sich Stickstoff selbst und gewinnt, wo der Rasen hungert.
Was tun: Dichter Bestand durch Düngen und Nachsaat; Löwenzahn mit dem Ausstecher; keine Herbizide im Privatgarten.
Schwammig, filzig
Woher: Rasenfilz: abgestorbene Halme zwischen den Pflanzen, die Wasser und Dünger abhalten.
Was tun: Vertikutieren in zwei Richtungen, danach Sand, Nachsaat und zwei Wochen Ruhe. Mulchmähen nur bei trockenem, kurzem Rasen.
Ungleich, streifig
Woher: Stumpfe Messer (ausgefranste Spitzen werden weiß), falsche Schnitthöhe oder Dünger ungleich gestreut.
Was tun: Messer schleifen, Schnitthöhe 4 cm im Sommer, Dünger mit dem Streuwagen über Kreuz.